So denkt der Mittelstand über das WEF

Auszüge aus Artikel WiWo

Nach zwei Jahren Corona-Abstinenz trifft sich die globale Polit- und Wirtschaftselite mal wieder im Schweizer Davos. Deutsche Familienunternehmen bekämen Zugang, aber sie meiden das Event. Warum nur?

Der Mittelstand und Davos – es ist eine besondere Beziehung. Deutsche Familienunternehmen wertschätzen zwar das World Economic Forum (WEF) als einen Ort, wo sich die politische und wirtschaftliche Elite zum Austausch trifft und wichtige globale Themen diskutiert. Aber selbst meiden sie den Glamour vor dem Hintergrund der Schweizer Alpen. Familienkonzernen und Weltmarktführern ist ihr Business schlicht wichtiger. Wenngleich der eine oder andere die Bedeutung des Mittelstands gerne thematisiert hätte….

Während die Unternehmer ihre Anwesenheit bei ihren Unternehmen priorisieren, wünschen sich ihre Lobby-Vertreter in Berlin durchaus mehr Einflussnahme. „Der Mittelstand muss endlich von der Ersatzbank aufs Spielfeld“, sagt Markus Jerger, Chef des Mittelstand-Bundesverbandes BVMW. „Der Mittelstand – nicht nur aus Deutschland – findet in Davos nicht statt.“ Das World Economic Forum scheine sich auch bei seinem fünfzigsten Treffen und nach zweijähriger Corona-Pause selbst genug zu sein. „Dabei ist es gerade jetzt von größter Bedeutung, das für Arbeitsplätze, Wachstum und Wohlstand stehende Rückgrat der dort anwesenden Staaten in die Entwicklung der Post-Corona-Strategien von Anfang an einzubinden.“ Hierzu könnten „die den Mittelstand repräsentierenden unabhängigen Verbände, wie wir es in Deutschland sind, entscheidende Beiträge liefern“.

Jerger sei sich sicher, wenn klein- und mittelständische Betriebe eine Stimme bei diesem zweifelsfrei wichtigen Zusammentreffen in den Schweizer Bergen erhalten würden, „wären die Vorbehalte gegen das WEF in der Öffentlichkeit wesentlich geringer“.

Vollständiger Artikel